„Das Kind
in Ehrfurcht aufnehmen,
in Liebe erziehen und
in Freiheit entlassen“

Rudolf Steiner

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„Sich wappnen fürs Leben und für die Zukunft“

Michaelitage der Oberstufe

Am 6./7. Oktober fanden die diesjährigen Michaelitage der Oberstufe statt. Seit vielen Jahren zählt diese Veranstaltung zu einer festen Einrichtung an unserer Schule. Der Überwinder des Drachens, der Erzengel Michael, steht als Initiator im Hintergrund dieses Jahresfestes. Überwindung verlangt Mut, innere Stärke, Initiative und Selbstvertrauen, insbesondere wenn es um die Überwindung der inneren Drachen, das heißt um Selbstüberwindung geht.

 

Die Themen der sieben Gesprächskreise und der zehn künstlerisch-handwerklichen Kurse, für die sich die Schüler eigenständig anmeldeten, verlangten in diesem Sinne die Auseinandersetzung mit brennenden Themen unserer unmittelbaren Gegenwart ebenso wie mit sich selbst. Ich nenne Beispiele: „Terror, Hass, Kriege und Flucht“. „Macht und Krise durch das globale Finanzsystem“. „Trash-TV und die Folgen“. „Berufsfindung: was will ich später in der Welt erreichen?“ „Was sind die Wesensmerkmale meiner Schule?“ Das Hinterfragen eines so gängigen Alltagsbegriffes wie „Gerechtigkeit“ in der privaten und öffentlichen Sphäre. „Dynamisches Zeichnen infolge musikalischer und bewegungsmäßiger Elemente“. „Das Schachspiel“. „Elektrische Schaltungen“. „Yoga“. „Babysitten“.

 

Dass diese Veranstaltung klassenübergreifend (9.-12. Klasse) durchgeführt wird, deutet auf ein weiteres Kennzeichen der Michaelitage hin. Sie dienen der Begegnung. Der Wahrnehmung des anderen durch Zuhören, im Gespräch, in der Diskussion, im künstlerisch-handwerklichen Tun, in der tänzerischen Bewegung oder auch beim Würzen und Abschmecken leckerer Speisen in der Küche.

 

Den Abschluss bildete wiederum das Schlussplenum im Festsaal. Dabei soll ein Gesamtbild über den Verlauf, Inhalt, aber auch die Stimmung der vergangenen zwei Tage entstehen. Und so berichteten einzelne Teilnehmer – vor der gesamten Oberstufe sowie anwesenden Lehrern – über Inhalt ihrer Kurse und ihre persönlichen Erfahrungen. Keine Frage, das ist eine echte Mutprobe und Übung in Selbstüberwindung. Nachträglich nocheinmal danke dafür! Danke auch allen Kursanbietern sowie den Helfern hinter den Kulissen!

 Gustav Meck

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