„Das Kind
in Ehrfurcht aufnehmen,
in Liebe erziehen und
in Freiheit entlassen“

Rudolf Steiner

waldorfschule-heilbronn-festsaal

Waldorfschule hautnah – Zum Tag der offenen Tür

„Offene Türen“ für interessierte Besucher hat die Freie Waldorfschule Heilbronn natürlich immer wieder zu bieten, wie unser Veranstaltungskalender leicht erkennen lässt. Der besagte Tag allerdings war etwas ganz Besonderes, hatten sich doch Lehrer und Schüler, Eltern und Mitarbeiter gründlich darauf vorbereitet und ein fünfstündiges Programm gestaltet, das kaum etwas zu wünschen übrig ließ. Es begann mit einer Präsentation „Schüler auf der Bühne“ vor Eltern und Gästen, mit künstlerischen Darbietungen aus dem Unterricht, wie sie in der Waldorfschule mehrmals im Jahr stattfinden. Die Zuschauer konnten die lockere Mischung aus konzentrierter Formkraft und frischer Lebendigkeit bewundern, wie sie für Kinder und Jugendliche selbstverständlich ist, die öffentliches Auftreten gewohnt sind. Zum Abschluss strömten die meisten zunächst einmal in die Mensa, um sich einen herzhaften Imbiss oder Kaffee und Kuchen zu genehmigen und sich von Schülern, Eltern und Lehrern bedienen zu lassen.

 

Danach konnte man sich einer der Führungen anschließen oder einen der vielfältigen „offenen Unterrichte“ besuchen, um sich einen lebendigen Eindruck von den Methoden und der Wirklichkeit der Waldorfpädagogik an unserer Schule zu verschaffen. In der Nachbesprechung im Kollegium wurde berichtet, dass hierbei stellenweise Warteschlangen entstanden, weshalb man das Angebot bei der nächsten Veranstaltung dieser Art ausweiten möchte. Ebenso will man für die Führungen in Zukunft noch mehr Zeit einräumen. Auch die Standorte der verschiedenen Präsentations- und Informationsstände gilt es zu überdenken. Sie waren zwar durchaus gut besucht, hätten aber sicher noch mehr Aufmerksamkeit gefunden, wenn sie an zentraler Stelle, etwa im Foyer, platziert gewesen wären. Vom Standpunkt der „Toskana-Fraktion“ aus können wir das bestätigen, denn unser Stand zum Kunstpraktikum im Foyer erfreute sich regen Andrangs, wobei wir gelegentlich als Wegweiser für die anderen Praktikumstände dienten. Besonders das Sozialpraktikum hätte, seiner pädagogischen Bedeutung entsprechend, noch auffälliger und spektakulärer aufwarten können.

 

Rege besucht waren auch die Werkstattangebote der Oberstufe. Hier wie auch an anderen Orten war deutlich, dass dieser Tag nicht nur als Öffentlichkeitsarbeit für schulfremde Besucher zu werten ist, sondern gerade auch die Eltern unserer pädagogischen Gemeinschaft, die „interne Öffentlichkeit“, anspricht. Manche Eltern zeigten sich erstaunt über die Vielfalt und Attraktivität unseres praktischen, künstlerischen und insgesamt kulturell anspruchsvollen pädagogischen Profils. Mit einem herzlichen Dank an alle, die an der gelungenen Darbietung unserer Schulgemeinschaft mitgewirkt haben, wünschen wir uns weitere Veranstaltungen dieser Art in den kommenden Jahren.

 

Für das Kollegium

Heinz Mosmann

 

Zurück