„Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnisse des fremden Wollens ist die Grundmaxime der freien Menschen.“

Rudolf Steiner

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Organisation

Die Freie Waldorfschule Heilbronn ist mit weiteren waldorfpädagogischen Einrichtungen zu einem umfassenden Gesamtorganismus verbunden, der juristisch als Verein für Waldorfpädagogik Unterland eingetragen ist. Die Erziehenden in Schule und Kindergärten bilden eine pädagogische Gemeinschaft, die den jungen Menschen in seiner Entwicklung von frühester Kindheit bis an die Grenze zur Mündigkeit begleiten und ihm helfen will, seine Persönlichkeit zu entfalten und seinen eigenen Lebensweg zu finden.

 

Eine solche Aufgabe erfordert ein hohes Maß an Verantwortung und Verbindlichkeit, die sich wiederum nur auf Freiheit und gegenseitiges Vertrauen gründen können. Moderne Gemeinschaften leben und entwickeln sich durch die individuellen Fähigkeiten und Gestaltungskräfte der beteiligten selbstbestimmten Menschen und erhalten dadurch ihr eigenes freiheitliches Gepräge. Daher ist für uns die Selbstverwaltung das oberste organisatorische Prinzip.

 

 

Schaubild:

Pädagogische Gemeinschaft und Selbstverwaltung des Vereins für Waldorfpädagogik Unterland e. V.

 

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Wirtschaftlicher Träger unserer pädagogischen Einrichtungen sind die Eltern, die unsere Arbeit zu einem erheblichen Teil durch Beiträge und Spenden finanzieren. Da die Eltern zudem das öffentliche Erziehungs-und Bildungswesen steuerlich mitfinanzieren, muss unser Verein im Sinne der Gleichbehandlung Anspruch auf Bezuschussung durch öffentliche Gelder erheben. Dieser Anspruch wird durch das Grundgesetz gestützt, in dem das Recht auf Erziehungs-und Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft und deren Gleichbehandlung als Menschen-und Grundrecht verankert ist.

 

Als selbstverwaltete Einrichtungen des Kultur-und Geisteslebens müssen Schule und Kindertagesstätten neben ihren pädagogischen Aufgaben auch ihre rechtlichen und wirtschaftlichen Belange wahrnehmen. Die Fülle an Selbstverwaltungsaufgaben bedarf einer wohl-durchdachten Strukturierung, um von der Gemeinschaft bewältigt werden zu können. Ein wichtiges Instrument hierzu ist die Delegation. Einzelne Organe der pädagogischen Einrichtungen können hierbei als Delegationsgeber Aufgaben und Kompetenzen auf Persönlichkeiten übertragen, die dann im Interesse des Ganzen aus eigener individueller Entscheidung heraus handeln. So können die Fähigkeiten des Einzelnen für die Gemeinschaft fruchtbar werden und so kann zugleich sein freies Engagement gewürdigt werden.

 

Diese Eigenverantwortung erfordert vor allem Vertrauen zwischen den einzelnen Individuen wie auch zwischen den verschiedenen Organen und Gremien. Damit erbringen unsere Einrichtungen nicht nur in pädagogischer Hinsicht, sondern auch im Rahmen der modernen gesellschaftlichen Entwicklung eine beachtenswerte Pionierleistung.