„Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnisse des fremden Wollens ist die Grundmaxime der freien Menschen.“

Rudolf Steiner

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Selbstverwaltung des Vereins

Der Verein für Waldorfpädagogik Unterland e.V. ist die körperschaftliche Rechtsform, in der unsere pädagogische Arbeit und die wirtschaftliche Trägerschaft der Eltern miteinander verbunden und gemeinschaftlich organisiert sind. Er entstand in den 70er Jahren als Initiative einzelner Persönlichkeiten, die in verschiedenen alternativen Bewegungen, insbesondere der Friedens-und Antiatomkraftbewegung, aktiv waren. Mit der Gründung sollte ein Keim gelegt werden, der zunehmenden Bedrohung durch menschenfeindliche Technologien und Machtinteressen aus dem anthroposophischen Menschenverständnis heraus eine heilende Kraft entgegenzusetzen und den Kindern eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen. Von diesem sozialen Impuls ausgehend, entwickelten sich Kindergärten und Schule in wenigen Jahren zu einem großen Gesamtorganismus mit zahlreichen Organen und Gremien, in denen alle Eltern, Pädagogen und sonstigen Mitarbeiter gleichberechtigt und selbstverantwortlich zusammenarbeiten.

 

Damit knüpft der Verein mit seinen Aufgaben und Zielsetzungen an den ursprünglichen Gründungsimpuls der ersten Waldorfschule und die in der Waldorfschulbewegung lebenden Sozialideen an. Hierbei ist man bestrebt, die humanistischen Ideale der Aufklärung „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“, die der modernen gesellschaftlichen Entwicklung als unbestrittene Leitmotive vorschweben, konsequent in die Wirklichkeit umzusetzen: hilfsbereites Interesse für die Bedürfnisse des Mitmenschen, Anerkennung des andern als gleichberechtigtes Wesen in der Begegnung von Mensch zu Mensch und die Entfaltung des kulturellen und geistigen Lebens aus der freien und schöpferischen Individualität heraus.

 

Wahrnehmung und Achtung dieser Sozialideen im wirtschaftlichen, rechtlichen und geistig-kulturellen Leben sind Bestandteil des anthroposophischen Menschenverständnisses, das zugleich die Grundlage der waldorfpädagogischen Arbeit bildet. Dadurch wird die innere soziale Gestaltung des Vereinslebens maßgeblich geprägt. Als äußere rechtliche Organisationsform ist der Verein aber auch zugleich dem deutschen Vereinsrecht unterstellt. Daraus ergeben sich manche äußeren Strukturen, die Rechte und Pflichten, teilweise auch die Geschäftsordnungen einzelner Organe, insbesondere der Mitgliederversammlung und des Vorstands.